Kardiorespiratorische Fitness. Die Bedeutung des Sports für die Gesundheit
Sportliche Aktivität führt zu einer deutlich verbesserten kardiovaskulären Prognose, wie eine Reihe von epidemiologischen Studien belegt. Der Effekt scheint in der Größenordnung vergleichbar mit den klassischen Risikofaktoren Rauchen oder Hypercholesterinämie zu sein. Die beste Datenlage liegt für eine intensive körperliche Aktivität entsprechend > 6 MET (metabolisches Äquivalent) vor. Direkte Messungen der kardiorespiratorischen Leistungsfähigkeit mittels Laufband- oder Fahrradbelastungstest bei gesunden Personen zeigen, dass insbesondere Personen im unteren Fünftel der Leistungsfähigkeit eine deutlich gesteigerte kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität aufweisen. Bereits das Erreichen der nächsthöheren Stufe der Leistungsfähigkeit resultiert in einer deutlichen Prognoseverbesserung. Der Effekt der sportlichen Aktivität lässt sich auf der Ebene der Risikofaktoren, der subklinischen Atherosklerose (Endothelfunktion, Progression der Erkrankung) sowie in der Reduktion der kardiovaskulären Endpunkte verfolgen. Eine um 1 MET bessere Leistungsfähigkeit führt zu einer Risikoreduktion von ca. 20 %. Sport selbst ist aufgrund der körperlichen Anstrengung mit einem erhöhten Risiko des plötzlichen Herztods vergesellschaftet, gegen welches aber regelmäßiges Training schützt. Insgesamt ergibt sich eine außerordentlich positive Risiko-Nutzen- Abschätzung.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Veröffentlicht in: | Herz |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Urban & Vogel
2004
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| Jahrgang: | 29 |
| Heft: | 4 |
| Seiten: | 365-372 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | mittel |