Motorische Schnelligkeit bei zyklischen Bewegungsabläufen
Innerhalb der motorischen Leistungskomponenten ist die Schnelligkeit diejenige, die sowohl bezogen auf die Terminologie als auch im Hinblick auf gesicherte empirische Erkenntnisse über die leistungsbestimmenden und -begrenzenden Faktoren die weitaus größten Defizite in Forschungsfragen erkennen läßt. Der Trainingswissenschaft ist es diesbezüglich nur ansatzweise gelungen, von der Bearbeitung sportartspezifischer Fragestellungen zu einem theoretischen System der Grundlagen zu gelangen. In keinem Bereich ist aber die Verzahnung von theoretischer Auseinandersetzung und disziplinbezogner Forschung so ausgeprägt wie bei der Schnelligkeit.
Eine Strukturanalyse der zyklischen Schnelligkeit erfordert zum einen die Beschreibung der Gliederungsstruktur der motorischen Schnelligkeit und zum anderen eine Berücksichtigung der Erscheinungsformen zyklischer Bewegungsabläufe. Das vorrangige Forschungsziel liegt dabei in der Isolierung und Operationalisierung der "grundlegenden zyklischen Schnelligkeit" aus trainingswissenschaftlicher Perspektive. neben der Bestimmung einer allgemeinen zyklischen Schnelligkeitskomponente stellt die empirische Überprüfung der Generalisierbarkeit eines solchen Leistungsmerkmals den hauptuntersuchungsgegenstand dieser Arbeit dar. Mit Hilfe sportmotorischer Tests wird die Dimensionalität der Fähigkeit zur Entwicklung maximaler Bewegungsfrequenzen untersucht.
Weiterhin wird untersucht, ob die zyklische und azyklische Schnelligkeit als eigenständige Merkmale zu betrachten sind oder ob die Bewegungsfrequenz als Summe der Geschwindigkeiten der Einzelbewegungen eingeordnet werden kann.
Untersucht wird ebenfalls die Frage nach dem Zusammenhang von Bewegungsfrequenz und motorischer Kraft.
Drittens befaßt sich die Untersuchung mit der Geschlechtsspezifik zyklischer Schnelligkeitsleistungen.
Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt befaßt sich mit der belastungsabhängigen Veränderung der zyklischen Schnelligkeit. Dazu werden die Auswirkungen unterschiedlicher Beanspruchungen auf das Niveau der zyklischen Schnelligkeit analysiert.
Insgesamt deuten die Untersuchungsergebnisse auf eine weitgehende Eigenständigkeit der Bewegungsfrequenz gegenüber anderen motorischen Leistungsfaktoren hin. Die zyklische Schnelligkeit beschreibt dabei jedoch kein generalisierbares Merkmal, sondern eine hochgradig bewegungsspezifische Fähigkeit. Damit ist sie in erster Linie durch die Prozesse der "intermuskulären Koordination" bestimmt, woraus sich ein enger Bezug zu den technisch-koordinativen Leistungsfaktoren ergibt. - gekürztes Autorreferat -
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Trainingswissenschaft Kraft-Schnellkraft-Sportarten |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Münster
1998
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| Ausgabe: | Münster: LIT Verl., 1998. - 170 S. (SportSpektrum; 6) |
| Schriftenreihe: | SportSpektrum, 6 |
| Seiten: | 170 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | mittel |