Das Zika-Virus - Konsequenzen für die Olympischen Spiele 2016 in Rio
Das Zika-Virus erfährt aktuell eine sehr große Medienpräsenz und es herrscht Unklarheit über die möglichen Konsequenzen für die Olympischen Spiele in Rio. Nach Einschätzung des IOC und der WHO, veröffentlich vom 31.5.2016, besteht jedoch kein Grund zur Panik für die Teilnehmer und Besucher der Olympischen Spiele 2016. Der zunehmende Druck der Öffentlichkeit hat jedoch dazu geführt, dass die WHO die aktuelle Situation nochmals überprüft und vermutlich bis zum Beginn der Spiele weitere Empfehlungen abgeben wird. Die derzeitigen Fakten sind, dass 1. die olympischen Sommerspiele im Winter Brasiliens stattfinden. Zu einer Jahreszeit also außerhalb der eigentlichen "Mückensaison". 2. Der flächendeckende Einsatz von Insektiziden - alle 6-8 Wochen - in Rio de Janeiro und allen olympischen Veranstaltungsstätten nahezu zu einer Vernichtung der Mückenpopulation geführt hat. 3. Entscheidend ist der individuelle Schutz der Athleten, Trainer und Besucher (körperbedeckende Kleidung, Moskitonetze, Imprägnieren der Kleidung und Moskitonetze mit Kontaktinsektiziden, regelmäßiges Auftragen von "Repellents") und 4. schwangere Frauen sollten in kein Land mit aktueller Zika-Virus-Aktivität reisen. Zusammenfassend besteht bei den Spielen in Rio somit vermutlich kein größeres Risiko sich mit dem Zika-Virus zu infizieren als bei einer Reise in andere Länder mit registrierten Zika-Virus-Fällen (bspw. Thailand oder Malaysia). Autorreferat
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Veröffentlicht in: | Sportverletzung Sportschaden |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2016
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| Jahrgang: | 30 |
| Heft: | 3 |
| Seiten: | 154-156 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |