Einfluss kardiorespiratorischer und erfahrungsbezogener Parameter auf die Schießleistung im Biathlon - eine positionsspezifische Analyse unter Ruhebedingungen
In der Sportart Biathlon wird die Trefferleistung durch ein komplexes Zusammenspiel technischer, biomechanischer und physiologischer Faktoren beeinflusst. Ziel dieser Arbeit war es, den Beitrag kardiorespiratorischer Parameter, der Schießposition sowie der Trainingserfahrung mit dem Kleinkalibergewehr zur Erklärung der Trefferleistung im Biathlon unter Ruhebedingungen zu untersuchen sowie positionsbezogene Unterschiede in den kardiorespiratorischen Parametern zu analysieren. In die finale
Analyse gingen 19 Biathlet:innen (760 Schüsse) ein. Die Trefferleistung wurde über die Ringzahl pro Schuss erfasst, das relative Atemvolumen, die relative Atemphase sowie die relative Herzzyklusphase wurden aus den mithilfe eines Hexoskin-Shirts erhobenen physiologischen Rohdaten berechnet. Die statistische Auswertung erfolgte mittels bivariater Korrelationsanalysen, positionsbezogener Vergleichsanalysen und linearer Mixed-Effects-Modelle. Die Trefferleistung war im Liegendschießen im Mittel höher als im Stehendschießen (8.87 vs. 5.51 Ringe). Das lineare Mixed-Effects-Modell zeigte einen signifikanten Effekt der Schießposition auf die Trefferleistung (p < .001), jedoch keinen signifikanten Effekt der Trainingserfahrung (p = .80). Der Zusammenhang zwischen Trainingserfahrung und Trefferleistung unterschied sich jedoch signifikant zwischen den Schießpositionen (p = .001), und war im Stehendschießen stärker positiv ausgeprägt. Über alle Schüsse hinweg zeigten sich signifikante Zusammenhänge der Trefferleistung mit dem relativen Atemvolumen (p < .001) und der relativen Atemphase (p < .001), nicht jedoch mit der relativen Herzzyklusphase (p = .68). Es ergaben sich keine signifikanten positionsspezifischen Zusammenhänge. Das relative Atemvolumen unterschied sich signifikant zwischen Liegend- und Stehendschießen (63.67 % vs. 52.26 %, p < .001), ebenso die Varianz zwischen den Schießpositionen (p < .001). Für die relative Atemphase zeigte sich kein signifikanter Unterschied der zirkulären Mittelwerte (p = .88), jedoch ein signifikanter Verteilungsunterschied (p = .001). Für die relative Herzzyklusphase ergaben sich weder ein Unterschied der zirkulären Mittelwerte (p = .72) noch der Verteilung (p = 1). Insgesamt weisen die Ergebnisse darauf hin, dass die Trefferleistung unter Ruhebedingungen vor allem positions- und erfahrungsbezogen geprägt ist, während kardiorespiratorische Parameter ergänzende, jedoch nicht isoliert leistungsbestimmende Informationen liefern.
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| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | technische Sportarten Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Tagging: | Genauigkeit |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Salzburg
2026
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| Seiten: | 81 |
| Dokumentenarten: | Master-Arbeit |
| Level: | hoch |